Erosion und Denkmalschutz am Bodensee und Zürichsee

Ein Projekt im Rahmen von Interreg IV »Alpenrhein – Bodensee – Hochrhein«

 

Zahl: 16/2-1
Bregenz, am 12.07.2011

Betreff: Interreg IV Projekt "Ufererosion und Denkmalschutz“ - Abschlusspublikation

Erstellung eines Angebots

Sehr geehrte Damen und Herren!

Das vorarlberg museum bittet um die Erstellung eines verbindlichen Angebots für die Herstellung und Lieferung der Publikation:

Interreg IV Projekt "Ufererosion und Denkmalschutz“ - Abschlusspublikation

Termin: 01. Dezember 2011
Medium: Broschur, Softcover
Bindung: Klebebindung
Format: offen: 29,7 x 42 cm
             geschlossen: 29,7 x 21 cm
Umfang: 4 Seiten Umschlag + ca. 300 Seiten Innenteil
Papier: Umschlag: Tatami ivory, 250 g/m²
Innenteil: Tatami ivory, 115 g/m²
Druck: 4c/4c Euroskala (Umschlag abfallend) + seidenmatte Drucklackierung
Belichtung: frequenzmodulierter Raster
Auflage: 500 Stück
Satz, Umbruch, Layout:
Roh-Layout vom vorarlberg museum (siehe auch Beilage)
Texte werden als word.dateien vom vorarlberg museum geliefert und von Ihnen in das Layout „eingebaut“
Abbildungen (Fotos, Tabellen, Grafiken) werden druckfähig gestellt.
Cover wird druckfähig vom vorarlberg museum bzw. „AM Gestalten“ geliefert
Zusatzleistungen: 
Farbabstimmung und Drucküberwachung durch vorarlberg museum und Grafikerinnen
mindestens 2 Korrekturgänge
Angebots-Varianten: 
Aufmachung wie oben
Auflage 600, 700, 800, 900 und 1000 Stück
+ Variante mit verlgeichbarem mattgestrichenem Papier (ca. 120 u. 300 g/m²)
Das Angebot muss eine genaue Beschreibung der Leistungen und mindestens den angeführten Leistungsumfang beinhalten.
Der im Angebot anzugebende Gesamtbetrag versteht sich als Pauschalpreis für die zu erbringenden Leistungen.
Für etwaige Zusatzaufträge geben Sie uns bitte ihren Stundensatz bekannt. Zusatzleistungen bedürfen der vorherigen schriftlichen Genehmigung durch das vorarlberg museum.

Für Ihre Bemühungen im Voraus herzlichen Dank
Mit freundlichen Grüßen

Mag. Grabher Gerhard
stv. Direktor vorarlberg museum

Layoutbeispiel 1
Layoutbeispiel 2
Layoutbeispiel 3


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Öffentlicher Teilnahmewettbewerb (VOB/A § 12) für Taucharchäologische Maßnahmen und Einbringung von Erosionsschutz im Flachwasser des Bodensees

a)     Bezeichnung der zur Angebotsabgabe auffordernden Stelle und der Vergabestelle
Regierungspräsidium Stuttgart
Landesamt für Denkmalpflege
Feuchtboden- und Unterwasserarchäologie
Ref. 85
Dr. Helmut Schlichtherle
Fischersteig 9
78343 Gaienhofen
Telefon 07735-93777-111

b)     Art der Vergabe
Beschränkte Ausschreibung nach öffentlichem Teilnahmewettbewerb (§ 3 Nr. 4 (1) VOB/A).

c)     Ort der Leistung
Pfahlbausiedlungen im Raum des Überlinger Sees (Unteruhldingen-Stollenwiesen, Sipplingen-Osthafen und Litzelstetten-Krähenhorn).

d)     Art und Umfang der Leistung
Im Rahmen des Interreg IV Projekts „Erosion und Denkmalschutz am Bodensee und Zürichsee“ sind in den Uferabschnitten Unteruhldingen, Litzelstetten und Sipplingen taucharchäologische Vorbereitungen zur Einbringung von Erosionsschutz zu treffen und es ist Erosionsschutz in Form verschiedener Kiesabdeckungen einzubringen. Die Arbeiten sind Wasserstandsabhängig und erfordern diesbezügliche Flexibilität. Bevorzugt soll in Sipplingen und Unteruhldingen gearbeitet werden.
Die Arbeiten sind durch Forschungstaucher vorzubereiten und zu koordinieren. Die Arbeiten erfordern im Umgang mit sensiblen Kulturschichten eingehende taucharchäologische bzw. forschungstaucherische Erfahrung.
Für die Ausbringung des Kieses steht ein Spezialponton des Regierungs-präsidiums Freiburg zur Verfügung. Der Einsatz des Spezialpontons ist aus Gründen der genauen flächendeckenden Aufbringung des Kieses zwingend. Zum Betrieb des Pontons stellen die Behörden Schiffsführer zur Verfügung. Die Einbringung des Erosionsschutzes erfordert eine gute Feinabstimmung zwischen der Mannschaft des Kiesschiffes, der Mannschaft des zum Einsatz kommenden Spezialpontons und der Taucher.

Folgende Anforderungen werden an das ausführende Unternehmen gestellt:

1. Genaue Einmessung und Vorbereitung der Flächen im Flachwasser (bis 3 m Wassertiefe) nach planerischen Vorgaben, insgesamt ca. 1990 m².
2. Vorbereitung der abzudeckenden Areale durch Taucher. Abschwimmen und Kontrolle der Flächen, ggf. Beseitigung von Hindernissen und Durchführung taucharchäologischer Dokumentationen.
3. In der Station Unteruhldingen-Stollenwiesen sind im Vorfeld auf der zu kiesenden Fläche von 840 m² am Seegrund umfangreiche Dokumentationsarbeiten des Pfahlfeldes, geologischer Straten und ggf. weiterer archäologischer Befunde vorzunehmen. In dieser Fläche sollen Holzproben in der Größenordnung von 300 Pfählen entnommen werden.
4. Ausbringung von 890 m² Geotextil in Sipplingen als Basis der Kiesüberdeckung.
5. Falls der Wasserstand des Bodensees eine Bekiesung der Areale in Litzelstetten und Unteruhldingen nicht zulässt, soll der für diese Stationen vorgesehene Kies in Sipplingen ausgebracht werden. In diesem Fall wird auf das Geotextil verzichtet.
6. Anlieferung von ca. 398 m³ Kies auf dem Wasserweg.
7. Umladen des Kieses in kleinen Chargen von je ca. 2,5 m³ auf das Spezialponton.
8. Das Be- und Entladung des Kiesschiffes ist im Laufe eines Arbeitstages zu gewährleisten. Die Schiffsmannschaft muss zur Ausführung von diffizilen Manövern befähigt sein.
9. Organisation der koordinierten Ausbringung des Erosionsschutzes mit dem Spezialponton. Der Kieseinbau hat flächendeckend und lückenlos zu erfolgen. Ausbringungsgenauigkeit 0,5 m in der Fläche und 0,1 m in der Höhe. Die Einbringung der Chargen ist durch Taucher zu kontrollieren.
10. Abschließender Ausgleich von Fehlstellen und Randbereichen der Kiesschüttung durch Taucher. Lagevermessung der eingebrachten Erosionsschutzflächen als Ist-Zustand nach der Maßnahme. Erstellung eines Planes im GIS bzw. CAD-Format.
11. Erstellung eines Berichtes über die Durchführung der Maßnahme und den erreichten Zustand des Seebodens in den vorgesehenen Arealen. Erstellung einer Dokumentation durch eine Unterwasser-Digitalkamera.
12. Die Durchführung der Maßnahme ist laut wasserrechtlichen Genehmigungen in den Stationen Unteruhldingen-Stollenwiesen und Sipplingen-Osthafen auf den Zeitraum Mitte März bis Ende April 2011 sowie in der Station Litzelstetten-Krähenhorn von 01. bis 30. April 2011 zu begrenzen.
13. Nach Beendigung der Untersuchungen und der Kiesschüttung erwarten wir einen Bericht mit der vollständigen Dokumentation und den Vermessungen (digital und als Papierausdruck).

e)     Unterteilung in Lose
Die Gesamtleistung bildet ein Los.

f)       Bestimmungen über die Ausführungsfrist
Die taucharchäologischen Arbeiten sind unter Nutzung der winterlichen Klarwasserverhältnisse nach Zuschlagserteilung in der zweiten Märzhälfte 2011 zu beginnen. Die Geländearbeiten sind spätestens bis Ende April 2011 abzuschließen.

g)     Tag, bis zu dem der Teilnahmeantrag bei der unter g) näher bezeichneten Stelle eingegangen sein muss
Sie sind aufgerufen, sich bis spätestens 7. März 2011 – 12 Uhr um die Teilnahme an der geplanten Vergabe zu bewerben.

h)     Bezeichnung (Anschrift) der Stelle, bei der der Teilnahmeantrag zu stellen ist
Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen deutlich gekennzeichnet mit der Aufschrift „Teilnahmewettbewerb Erosionsschutz Pfahlbausiedlungen Unteruhldingen, Sipplingen und Litzelstetten“ an das

Regierungspräsidium Stuttgart
Landesamt für Denkmalpflege
Feuchtboden- und Unterwasserarchäologie
Ref. 85
Dr. Helmut Schlichtherle
Fischersteig 9
78343 Gaienhofen

i)        Tag, an dem die Aufforderung zur Angebotsabgabe spätestens abgesandt wird
Die Aufforderung zur Angebotsabgabe wird spätestens am 7. März 2011 abgesandt.

j)        Die mit dem Teilnahmeantrag vorzulegenden Unterlagen (§ 6 Nr. 3 (1) VOB/A), die ggf. vom Auftraggeber für die Beurteilung der Eignung des Bewerbers (§ 2) verlangt werden
Dieser Teilnahmewettbewerb wendet sich an Anbieter, die über einschlägige taucharchäologische Erfahrungen und nachzuweisende Kompetenz im Bereich der Binnengewässer-Unterwasserarchäologie sowie im Bereich der Einbringung von Erosionsschutz verfügen.

Folgende Unterlagen sind Ihrem Teilnahmeantrag beizufügen:

I. Unternehmensdarstellung:
a.      Standort und Struktur des Unternehmens
b.      Bisherige Arbeits- und Forschungsschwerpunkte
c.      Anzahl und Qualifikation der Mitarbeiter die zur Leistungserbringung eingebracht werden

II. Projektspezifische Anforderungen:
a.      Kompetenz zur Durchführung von archäologischen Forschungstauchgängen nach den Regeln der Technik, insbesondere den einschlägigen Berufsgenossenschaftlichen Regeln für wissenschaftliche Taucharbeiten
b.      Einschlägige Erfahrungen und Fachkompetenz im Umgang mit archäologischen Kulturdenkmalen unter Wasser
c.      Einschlägige Kenntnis und Kompetenz in der Ansprache limnischer und anthropogener Sedimente in den Seen des Voralpenlandes
d.      Einschlägige Erfahrung im Umgang mit digitaler Dokumentation von Geländedaten, insbesondere mit AutoCAD und GIS
e.      Erfahrungen mit Erosionsphänomenen im Flachwasser
f.        Erfahrungen mit der Einbringung von Erosionsschutz im Flachwasser

III. Referenzprojekte
a.      Im Bereich unterwasserarchäologischer Untersuchungen
b.      Im Bereich Erosionsschutz

Der Antrag wird unter Bezugnahme auf die hier vorgegebene Struktur erwartet.

k)   Der Bewerber unterliegt mit Abgabe seines Angebots auch den Bestimmungen über nicht berücksichtigte Angebote (§19 VOB/A)